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41

Donnerstag, 16. Juli 2009, 14:09

Beim MELT gibt's auf dem Campingplatz übrigens keine Bändchenkontrolle.
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42

Donnerstag, 16. Juli 2009, 23:20

Messias und ich werden übrigens mit der Zeit mitgehen und Live-Twittern. YEAH! FUTURE!

Ab Morgen also: http://www.twitter.com/DerZensor
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Volker

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43

Freitag, 17. Juli 2009, 08:26

junge, nimm den pullover mit. und das regencap. und die gummistiefel. und den heissen tee.
viel spass! ;)

Volker

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44

Samstag, 18. Juli 2009, 10:55

Aus dem zensor-twitter: "fact of the day: i don't know ANY travis songs"
du kennst nicht "why does it always rain on me"??? ;)

45

Samstag, 18. Juli 2009, 16:47

Tag 1 war ziemlich gut, eine ausführliche Zusammenfassung gibt's dann erst nach dem Festival. James Yuill war wirklich Spitze. Die Höhepunkte des Festivals sollten aber heute folgen: Phoenix! Animal Collective!

Organisatorisch sind aber wie letztes Jahr wieder ein paar haarsträubende Fehler passiert... Um 4 Uhr hat ein sehr heftiger Regen begonnen, alle Auftritte wurden gecancelt, die Festivalbesucher vom Gelände verscheucht, Shuttlebusse standen aber keine da... Naja, was solls.

wie immer gilt, aktuelle Updates gibt's via Twitter: http://www.twitter.com/DerZensor
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46

Montag, 20. Juli 2009, 23:16

Eine knappe Woche ist jetzt rum, seit wir unsere epische Reise über München und Leipzig zur Ferropolis angetreten haben - und es ist so viel passiert dass ich die ganze Nacht drüber schreiben könnte. Die angeschauten Bands waren durchgehend überzeugend, es hatte meiner Meinung nach aber nur wenige wirkliche Highlights. Animal Collective und Crystal castles sind in diesem Zusammenhang zu nennen. Andere Bands haben mich eher enttäuscht, zum Beispiel Fever Ray, Kasabian, Bloc Party. Fever ray hat viel zu wenig aus den starken Songs gemacht und stand nur hölzern auf der Bühne rum. Bloc Party wirkten auf mich völlig demotiviert, andere Beobachter teilen diese Meinung aber eher nicht... Oasis waren dann erwartet pompös, ein durchaus gelungener Abschluss.

Was mir viel mehr in Erinnerung bleiben wird, sind die kleinen und grösseren Begegnungen mit netten Leuten, schöne Momente die man teilen konnte, das ganze Drumherum halt. Von der Kulisse her wohl das eindrucksvollste Openair das ich bis jetzt besuchen durfte, vielleicht sogar das Beste.
the world that you need is wrapped in gold silver sleeves left beneath christmas trees in the snow

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Cräcker« (20. Juli 2009, 23:21)


47

Dienstag, 21. Juli 2009, 03:56

Auch wenn die Daheimgebliebenen vielleicht meine Twitter-Updates verfolgt haben, meine ausführliche Zusammenfassung nun - Darauf habt ihr ja gewartet, ja? :p

Die letzten beiden Jahre am MELT! waren sehr toll (Nun ja, letztes Jahr aufgrund einiger organisatorischen Mängel mit einigen Abstrichen), mein drittes MELT! hat die beiden Vorgänger nun allerdings um ein Weites übertroffen. Einerseits könnte das daran liegen, dass Messias und Ich uns dazu entschlossen haben, zum ersten Mal nicht zu zelten - andererseits aber auch am sehr grossartigen Line-Up. Ich schätze das MELT! für sein Publikum, die Location und vor allem für das sehr abwechslungsrecihe Line-Up. Festivals in dieser Grössenordnung bei denen Aphex Twin und Animal Collective praktisch Headlinerstatus haben kann man wohl an einer Hand abzählen.

FREITAG

Cold War Kids (Hauptbühne)
Eigentlich dachten wir, dass es wohl reichen würde erst zum letzten Song im Set der Cold War Kids aufzutauchen (Kurze Vorgeschichte: Wir haben die Band schon einmal im abart gesehen und fanden es beide ziemlich langweilig), allerdings haben es die Cold War Kids offensichtlich vorgezogen, ihren einzigen guten Song, 'Hang Me Up To Dry', im ersten Drittel ihres Auftritts zu spielen, womit uns dieser folglich entgangen ist. Stattdessen kam irgendwann 'We Used To Vacation' und wir mussten uns dann doch uns eingestehen, dass diese Band auch noch einen zweiten guten Song hat. Wahrscheinlich mussten wir anschliessend durch's ganze Wochenende durch keinen Song so oft anstimmen wie 'We Used To Vacation'. Als ich den Song allerdings auf der Zugfahrt zurück nach Hause endlich wieder hören konnte, musste ich enttäuscht feststellen, dass der Song besser klingt, wenn er von Messias und mir gesungen wird (Eine Studioversion ist in Arbeit).

James Yuill (Gemini Stage)
Das erste grosse Highlight. Vor Yuill's Auftritt habe ich wohl keine Sekunde seiner Musik gehört, werde diesen Missstand allerdings baldmöglichst beheben. James Yuill performt alleine mit zahlreichen Synthies, hat aber auch eine Akustikgitarre dabei, die er gerne mal geloopt hat. So klang das ganze dann in etwa wie eine Mischung aus Erlend Øye (James Yuil hat übrigens auch äusserlich einen ziemlich erlendigen Eindruck hinterlassen) und The Postal Service = Wunderbarer Electropop. (Dafür konnte ich Gisbert zu Knyphausen ohne schlechtes Gewissen sausen lassen)

This Will Destroy You (Coca-Cola Soundwave Tent)
This Will Destroy You, eine Post-Rock Band aus England, deren Album mich wenig beeindruckt hat, waren dann als Nächstes an der Reihe. Wie ich letzte Woche schon im abart bei Mono feststellen durfte: Live funktioniert Post-Rock einfach immer. Schade nur waren This Will Destroy You die einzige Band, die im Coca-Cola Soundwave-Tent auf einen ordentlichen Sound zählen konnte.

The Dodos (Coca-Cola Soundwave Tent)
Nicht so war es beispielsweise bei den Dodos. Ich finde die neue Platte ja super, würde ich diese Songs allerdings nicht schon ziemlich gut kennen (Sie nahmen einen Grossteil des Sets ein), hätte ich aus diesem Soundbrei wohl kaum irgendwas ausmachen können: Die Vocals waren kaum zu hören, die Gitarre viel zu hallig. Aber auch ohne guten Sound konnten die Dodos wieder bei mir Punkten: Der Drummer ist ein Tier, wie schon im isc in Bern sehr beeindruckend und schön, dass sie dieses Mal 'Winter' gespielt haben. Ausserdem: Mit dem grössten Hit, namentlich 'Fools', zu beginnen ist mutig aber Effektiv. Sollten mehr Band so praktizieren...

Röyksopp (Hauptbühne)
Gleich im Anschluss an die Dodos sind wir dann zur Hauptbühne gerast um keine Sekunde vom Auftritt von Röyksopp zu verpassen. Melody a.M., ihr erstes Album, gehört in den erweiterten Kreis meiner Alltime-Favoriten und dementsprechend habe ich mich auf Röyksopp gefreut, auch weil ich bislang noch nie die Chance hatte, die Band live zu sehen. Leider blieben Röyksopp unter meinen (zugegebenermassen hohen) Erwartungen. Woran es nicht gelegen hat: Die Setlist war prima, der Sound wunderbar (sehr basslastig, hat aber gepasst). Woran es vielleicht gelegen hat: Wir standen wohl ein bisschen zu weit hinten. Für diese Art von Musik boten Röyksopp viel zu wenig Show: Die Band hat leider kaum Visuals benutzt (das haben andere Bands viel besser gemacht) und 2 Typen aus einigermassen weiter Entfernung dabei zuzusehen, wie sie sich hinter Keyboards verstecken, ist leider nur bedingt interessant. 'Poor Leno' war aber selbstverständlich der Oberkracher. Auch 'What Else Is There?' stiess auf eine äusserst grosse Resonanz, kann mir jemand erklären wieso? So ein langweiliger Song. Würkli.

Crystal Castles / Travis (Gemini Stage / Hauptbühne)
Nach gut 5 Stunden tanzen setzte dann eine kurzfristige Müdigkeitswelle ein, was zur Folge hatte, dass wir uns dann zwei Konzerte aus sicherer Entfernung von den Rängen angeschaut haben. Zuerst waren das die Crystal Castles auf der Gemini Stage. Eine Band, die mir auf Platte überhaupt nicht zusagt, Live aber nach grossem Spass ausgesehen hat. Zwar einziemliches Gebolze, aber das muss ja so sein bei ihnen. Nach der Hälfte der Crystal Castles haben wir uns dann auf die Treppen bei der Hauptbühne gesetzt und das Ende vom Auftritt von Travis angeschaut, die vor erschreckend wenig Zuschauern spielen mussten. Hierbei ist mir aufgefallen, wie schlecht ich diese Band kenne. 2 Songs waren mir bekannt. Keine besonders grosse Ausbeute.

Aphex Twin + Hecker (Hauptbühne)
Die Energie war dann rechtzeitig wieder da, als es zum Auftritt von Aphex Twin + Hecker kam. Niemand wusste was zu erwarten war, ich wohl am allerwenigsten. Nach 50 Minuten ihres Auftritts haben wir die Hauptbühne dann auch wieder Richtung Gemini Stage verlassen. Zu meiner Verteidigung: Ich kann mich für viele Arten von Gefrickel begeistern, Aphex Twin + Hecker war aööerdings äusserst langweiliges Gefrickel. Zum Teil untanzbares Gebolze, zum Teil langweilige Soundcollagen und das alles ohne einen erkennbaren Stimmungsbogen. Die viele AFX-Jünger können nun so laut "You just don't get it" rufen wie sie wollen, mir ist's egal.

Simian Mobile Disco (Live) (Gemini Stage)
Rechtzeitig sind wir dann um 3 Uhr morgens bei der Gemini Stage gelandet und konnten uns einen Prima Platz in der MItte der Menge sichern. 5 Minuten später standen dann Simian Mobile Disco auf der Bühne und haben mit ihrem äussert grossartigen Live-Set begonnen. Auf Platte finde ich diese Band total uninteressant und von den zahlreichen Möglichkeiten, James Ford und Jas Shaw als DJ-Set zu sehen habe ich bislang nur ein Mal Gebrauch gemacht - und dieser Auftritt damals war eher langweilig. Aber dieses Mal war's ja Live (soll heissen: Auf der Bühne waren 4 Synthesizer kreisförmig nach aussen aufgestellt und die Beiden sind im Kreis um diese Synthesizer rumgehüpft und haben so die Musik erzeugt. Dass somit abwechlsungsweise ein Mitglied fast immer mit dem Rücken zum Publikum stand hat der Stimmung keinen Abbruch getan) und das war - wie erwähnt - sehr grossartig. "Random Electro Gebolze", jedoch extrem effektiv und die Stimmung war fantastisch.

Mittlerweile hatte der Regen eingesetzt, wodurch wir beschlossen, auf Moderat zu verzichten und weiterhin bei der überdachten Gemini Stage zu bleiben. Bald musste dieses Zelt aus Sicherheitsgründen jedoch geräumt werden und dann... nun ja, lassen wir das. Auf alle Fälle wurden die Auftritte aller Acts, die nach 3:45 programmiert waren, abgesagt, womit wir nicht nur auf Moderat sondern auch auf Trentemøller verzichten mussten.


SAMSTAG

Jochen Distelmeyer (Hauptbühne)
Der Samstag sollte ein grossartiger Tag werden. Gelungener Auftakt war der schöne Auftritt von Jochen Distelmeyer, der zahlreiche Tracks von seinem bald erscheinenden Soloalbum Heavy vorstellte. Einige dieser neuen Songs waren in der Tat Heavy - Ich glaube das wird ein gutes Album. Zwischendurch streute er allerdings auch einige Blumfeld-Klassiker ein: Mit 'Status: Quo Vadis', 'Eintragung ins Nichts', 'Wir sind frei' (<- grossartig) und 'Heiß die Segel!' war jedes der letzten vier Blumfeld-Alben mit jeweils einem Song vertreten. Sehr schön.

Die Stimmung war bei mir allerdings kurz im Keller, als nämlich erneut starker Regen einsetzte. Es sollte glücklicherweise jedoch der einzige Regen des Tages bleiben.

The Whitest Boy Alive (Hauptbühne)
Mit 'Welcome To The Mainstage!' begrüsste uns Erlend Øye, zurecht. The Whitest Boy Alive sind wohl die Konsensband des MELT!-Festivals schlechthin: 2006 spielte man auf der ersten Tour zum ersten Mal auf der hoffnungslos überfüllten MELT!-Klub-Stage, 2008 gab es dann umso chaotischere Szenen, da etwa 4 Mal so viel Publikum, wie in der (damals neuen, dieses Jahr nicht genutzten) Indoor-Stage Platz gehabt hätte, die Band sehen wollte. Glücklicherweise durfte die Band dieses Mal auf der Mainstage ran und dementsprechend riesig war auch der Publikumsauflauf. Konzert war sehr toll, 'Courage' und das 'Show Me Love'-Cover waren die obligaten Hightlights.

Animal Collective (Hauptbühne)
Das beste Konzert des Festivals. Grossartiger Auftritt - da wird mir Cräcker wohl auch zustimmen. Stimmung & Setlist waren perfekt, der Abschluss mit der ewiglangen 'Fireworks'-Version, dem Massen-Sing-a-long bei 'My Girls' und dem Rave bei 'Brother Sport' waren einfach nur sensationell. Ausserdem: Die besten Visuals des ganzen Festivals, Animal Collective haben aus der ganzen Bandbreite geschöpft. Mehr gibt's da gar nicht mehr dazu zu sagen. Ich verneige mich.

Phoenix (Hauptbühne)
Auszüge aus der Setlist (ohne Reihenfolge): 'Napoleon Says', '1901', 'Lisztomania', 'Rally', 'Consolation Prizes', 'Sometimes In The Fall', 'Long Distance Call', 'If I Ever Feel Better', 'Run Run Run', 'Lasso', 'Rome', 'Fences' + keine langen Ambient-Stücke à la 'Love Like A Sunset'. Ausserdem: Die Band spielte fehlerfrei, war prima aufgelegt & die Band spielte wohl vor der grössten Zuschauermenge des ganzen Festivals (waren wohl mehr Leute als bei Oasis). Und trotzdem hat mich der Auftritt völlig kaltgelassen, kurzzeitig sogar gelangweilt (und das obwohl Phoenix wirklich NUR Hits und wirklich alle Songs spielten, die ich hören wollte). Keine Ahnung wieso... vielleicht waren Animal Collective Schuld? Ich war nicht der einzige, der ein Problem mit Phoenix hatte, Messias aber fand's grossartig. Es lag wohl wirklich an mir. Nächstes Mal dann! (Hoffentlich...)

The New Wine / Bergen-Berlin-Mash-Up-Surprise (= The Whitest Boy Alive / WhoMadeWho / Kakkmaddafakka) (Coca-Cola Soundwave Tent)
Das Cola-Zelt war höchstens zur Hälfte gefüllt, als The New Wine mt ihrem kurzen Auftritt begannen. Anscheinend waren sich viele nicht ganz schlüssig, wer oder was das 'Bergen-Berlin-Mash-Up-Surprise' sein könnte - dabei war es eigentlich, vor allem auch der Beschreibung im Programmheft nach, ziemlich offensichtlich, dass es irgendwas mit Erlend Øye sein musste. Nach dem kurzen, äusserst soliden Auftritt von The New Wine fanden sich dann plötzlich 20 Leute auf der Bühne wieder, mit dem hat wohl niemand gerechnet - nicht mal die Beteiligten selber. 2 Drumsets waren nun mittlerweile aufgebaut und Erlend Øye kündigte an, dass die Bands nun eine Stunde lang "DJ's" sein würden. Im Klartext hiess das: Eine Band spielte einen Song, gegen Ende des Songs übernahm der Drummer der zweiten Band das zweite Drumset und nach und nach wurden alle Instrumente gewechselt; Nach jedem Song stand also eine komplett neue Band auf der Bühne. Beteiligt waren The Whitest Boy Alive, WhoMadeWho, Kakkmaddafakka (Erlend-Protégés aus Bergen), sowie The New Wine.

Das hört sich nun auf Papier nach dem grossartigsten Konzert aller Zeiten an, hatte aber auch seine Schwächen: Und zwar dann wenn The New Wine an der Reihe waren oder das ganze zu chaotisch wurde. Ausserdem hätte ich mir mehr Aktivität vom Ringleader, Erlend Øye, gewünscht. Er war ein wenig zu fest in der Gastgeberrolle verstrickt und fand nur wenig Zeit zum performen. Zahlreiche Highlights gabs dennoch: Kakkmaddafakka's Cover von 'What is Love?', The Whitest Boy Alive, die eine seltene Performance ihres Songs 'Rollercoaster Ride' abgaben (Einen Song, welchen sie normalerweise nie spielen), sowie das Ende, als das ganze Kollektiv 'Golden Cage' im Remix von Fred Falke (aber alles Live gespielt) performte. Wunderbar.

Buraka Som Sistema (Gemini Stage)
Mittlerweile war 3 Uhr und wir machten uns auf zur Gemini Stage, um zum gross angekündigten DJ-Set von Boys Noize (der zum ersten Mal zusammen mit Erol Alkan aufflegte) zu tanzen. Als wir allerdings dort ankamen mussten wir feststellen, dass sich a) Der Zeitplan aufgrund technischer Schwierigkeiten bei Fever Ray um eine halbe Stunde nach Hinten verschoben hat und b) nicht etwa Le Hammond Inferno - wie auf dem Timetable vermerkt - performten, sondern Buraka Som Sistema. Und VERDAMMT was hätte ich nur dafür gegeben, diesen Auftritt ganz sehen zu können. Wir konnten nur noch ca. 20 Minuten des Auftritts sehen, aber Buraka Som Sistema haben - wie man es im Fachjargon so schön sagt - "die Bühne abgrissen". Wow! Hoffentlich gibt sich mir bald eine neue Chance, diese Band sehen zu können.

Erol Alkan & Boys Noize (Gemini Stage)

Nz Nz Nz. Wow, war das langweilig. Nach einer Stunde hatten wir genug davon.
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48

Dienstag, 21. Juli 2009, 10:21

Röyksopp (Hauptbühne)
War wie auf dem Gurten Anneli Drecker als Sängerin auf der Bühne oder gar, da ja auch am Melt! auftretend, Karin Dreijer?
Ich bin schon überfordert, wenn ich eine Signatur gestalten soll.

49

Dienstag, 21. Juli 2009, 18:26

Röyksopp (Hauptbühne)
War wie auf dem Gurten Anneli Drecker als Sängerin auf der Bühne oder gar, da ja auch am Melt! auftretend, Karin Dreijer?


Ja, bei uns war es auch Anneli Drecker, samt The Knife-Maske wie auf dem Gurten.

Noch kurz zum Sonntag: Seit letztem Jahr wird beim MELT! auch am Sonntag noch Programm gemacht, wenn auch nur ziemlich reduziert (nur noch 3 anstatt 6 Bühnen sind in Betrieb, ausserdem endet der Spass bereits um 2 Uhr). Da der Samstag ziemlich kräfteraubend war, haben wir Patrick Wolf und Glasvegas sausen lassen. Patrick Wolf soll anscheinend ziemlich gut gewesen sein, Glasvegas nicht. Polarkreis 18 waren dann ziemlich langweilig (Ein Flitzer bekam mehr Aufmerksamkeit als die Band) und bei Kasabian war ich nicht wirklich aufmerksam.

Oasis dann war ein ziemlich unpassender Headliner für dieses Festival. Die Band war zwar in prima Verfassung, das Publikum nicht. Die Stimmung war lau. Schade. Passion Pit anschliessend waren auch nur begrenzt zufriedenstellend. Gute Show, aber ein wenig "zu" euphorisch (Ja, das kann gehen).

Das nächste Mal reicht dann wohl ein Zwei-Tages-Ticket.
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50

Dienstag, 21. Juli 2009, 21:13

Röyksopp (Hauptbühne)
War wie auf dem Gurten Anneli Drecker als Sängerin auf der Bühne oder gar, da ja auch am Melt! auftretend, Karin Dreijer?


Ja, bei uns war es auch Anneli Drecker, samt The Knife-Maske wie auf dem Gurten.

Noch kurz zum Sonntag: Seit letztem Jahr wird beim MELT! auch am Sonntag noch Programm gemacht, wenn auch nur ziemlich reduziert (nur noch 3 anstatt 6 Bühnen sind in Betrieb, ausserdem endet der Spass bereits um 2 Uhr). Da der Samstag ziemlich kräfteraubend war, haben wir Patrick Wolf und Glasvegas sausen lassen. Patrick Wolf soll anscheinend ziemlich gut gewesen sein, Glasvegas nicht. Polarkreis 18 waren dann ziemlich langweilig (Ein Flitzer bekam mehr Aufmerksamkeit als die Band) und bei Kasabian war ich nicht wirklich aufmerksam.

Oasis dann war ein ziemlich unpassender Headliner für dieses Festival. Die Band war zwar in prima Verfassung, das Publikum nicht. Die Stimmung war lau. Schade. Passion Pit anschliessend waren auch nur begrenzt zufriedenstellend. Gute Show, aber ein wenig "zu" euphorisch (Ja, das kann gehen).

Das nächste Mal reicht dann wohl ein Zwei-Tages-Ticket.

Patrick Wolf wäre auf der Gemini Stage besser aufgehoben gewesen. Es hatte viel zuwenig Leute. War aber wirklich ein tolles Konzert.

Polarkreis 18 hat mich am Melt! auch nicht wirklich überzeugen können. War am OASG besser.

Glasvegas hingegen fand ich echt stark. Auch wenn sie beim Publikum nicht richtig ankamen.

Kasabian überzeugte live mit den älteren Songs, wie Processed Beats.

Whärend Oasis war ich bei Brodinski und Tiga.

Passion Pit fand ich sehr gut. Gute Song Wahl. Und 2 Zugaben. Trotzdem kamen sie nur auf etwa 50 Minuten Spieldauer.

stauwehr

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51

Mittwoch, 29. Juli 2009, 03:55

mein MELT!:

Donnerstag/Freitag:
nach einer sehr lustigen Hinfahrt im Schlafwagon, dem Zeltaufstellen und einer ersten Erkundungstour kam es am frühen Freitagabend zum Supergau bzw. bestätigte sich das Gerücht, dass neben Metronomy nun auch noch ausgerechnet die FOALS ihren Auftritt abgesagt haben.
den Ersatz {Name vergessen} mochte ich mir nach c.a. eineinhalb Liedern nicht mehr anhören und unser Grüpplein ist dann ins Coca Cola-Zelt zu Peter Maffay. wenn ich mich recht erinnere haben wir dann das Zelt aber recht bald wieder gemeinsam verlassen, ich mich kurze Zeit später trotzdem abgesondert, da ich zu Tim Exile wollte, währenddem die anderen the Dodos sehen wollten.
also runter zum Baggersee-Ufer, um dort festzustellen, dass die Red-Bull-Music-Academy-Bühne noch gar nicht fertig aufgestellt war und die dort-aufzutretenden-Acts stattdessen auf genau der anderen Seite des Geländes, dem Sleepless Floor, zu sehen wären. übers Areal gehetzt, dabei nochmals Blocaholic gekreuzt, der immer noch in der Schlange auf seine Wurst am Warten war und raus zur Sleepless Zone, wo man aber auch immer noch am Aufstellen war und noch kein Getränkestand bedient wurde oh mein gott). es waren aber auch noch keine zwanzig Leute vor Ort, was sich kurz nach Beginn des Sets (immer noch keine Bar offen) schnell ändern sollte.
anders bei seinem Auftritt an der Bad Bonn Kilbi vor ein paar Wochen performte Tim Exile dieses Mal nicht vor allem Songs seines neuen Albums, sondern spielte ein Set, in welches er bloss ein (oder zwei?) mir bekannte Stücke einflocht, keine Ahnung ob es sich beim Rest vor allem um eigene oder fremde Tracks handelte, jedenfalls stieg die BPM-Zahl innert kürzester Zeit und ich wähnte mich an der besten Gabber-Party ever! zwar viel zu heiss für so etwas, aber ein Riesenspass!
während Tim Exiles' Set richtete sich auch schon Hudson Mohawke (der nicht besonders viel wert auf Publicity legt) im hinteren Teil der Bühne ein und legte nach kurzer Pause auch los (kann mich nicht mehr genau erinnern, aber ich glaube Tim Exile hatte noch eine kleine Zugabe gespielt). Hud Mo (another fine WARP-Artist) mixte fremde Stücke (u.a. mein über alles geliebtes "pony" und irgendwelche Rap-Sachen, an die ich mich nicht mehr erinnern kann) in sein Set (kein spektakuläres djing), welches aber viele seiner eigenen Stücke beinhaltete, zu unser (wir, die Leute ganz vorne) aller Freude.

während Magnetic Man (Skream & Benga) gesellten sich die indienetler, mit denen ich auf das Festival gereist bin, zu mir, damit wir ALLE ZUSAMMEN ANS CRYSTAL CASTLES-KONZERT GEHEN KONNTEN, WEIL WIR DIE ALLE SO TOLL FINDEN. (auf dem Festival-Gelände sind übrigens soviele Leute mit deren T-Shirts rumgelaufen, dass ich es schlussendlich sein gelassen habe, mir eines zu kaufen, man will ja nicht zum Mainstream gehören, nicht wahr...)
erst Mal blieben wir aber noch in der Sleepless Zone bei der tollen Musik, allerdings wollte ich dann auf einmal unbedingt weg von dort, was daran lag, dass mich ein Typ zu beklauen versucht hatte. ich konnte mich zwar wehren, hab aber festgestellt, dass er zu einer Gruppe gehört und hatte so gar keine Lust, mich mit diesen Leuten anzulegen. erst hielt ich diese Klau-Aktion auch für ein schlechtes Omen fürs ganze Wochenende und hab den Sleepless Floor deswegen auch gemieden, schlussendlich sollte mir/uns aber das ganze Festival über nichts dergleichen mehr passieren.

naja, jedenfalls sind wir dann wieder ins Festivalgelände rein (der Sleepless Floor liegt ausserhalb und kann auch von Nicht-Ticket-Inhabern besucht werden), die anderen sind zu Travis, ich zu Crystal Castles. hatte mich sehr auf das Konzert gefreut, fand es aber schlecht. erstens war die Gemini-Stage völlig belagert und man fand in diesem "Gewächshaus" keinen Platz mehr, zweitens fand ich es von der Akustik her schlecht (irgendwie verschwand die Stimme), drittens wurden die Stücke, welche auf dem Album zuweilen bloss abgehackte Bruchstücke sind, hier zu langen Songs vermantscht, viertens kamen die Crystal Castles mit einem Schlagzeuger auf die Bühne (und wenn ich es schon bei Rap-Acts nicht ausstehen kann, wenn sie mit einer Band auf der Bühne stehen, kann man in etwa erahnen, was ich davon halte, wenn eine elektronische Kapelle auf Rockband macht) und vor allem hatte es fünftens zu wenig Stroboskope!

bin dann nach ein paar Stücken wieder gegangen und wollte zu La Roux im Coca Cola-Zelt, was aber absolut unmöglich war, da die Leute dort draussen Schlange gestanden sind und niemand mehr reingelassen wurde. schade, aber das Konzert sei eh nicht besonders toll gewesen.

dies traf meines Erachtens nach auch auf das Konzert von Gossip zu, auf welches ich mich eigentlich auch sehr gefreut hatte. so richtig gut finde ich von der Band (nebst der feministischen/sexuell-libertären - oder wie man das nennen soll - Aussage natürlich) nur das neue Album mit seiner unterkühlten 80er-Wave-Atmosphäre. live wurde einiges an älterem Material gespielt und die neuen Stücke wurden in die Länge gezogen und mit zu viel (sorry) emotionsgeladenem Geschrei seitens Beth Dittos dargeboten, daneben hatte ich mir wieder keinen Platz vor der Bühne ergattern können und stand aussen vor, weshalb ich dann das Konzert irgendwann wieder verlassen habe.

wie immer bin ich dann wieder zum Big Wheel gegangen, jener Bühne, wo _so richtig_ Techno lief, allerdings bin ich am Freitag nie ins Getümmel gestochen, sondern hab mir das erst mal aus der Ferne angesehen, trotzdem hab ich dann den Beginn des Aphex Twin & Hecker-Auftrittes verpasst. anders als dem Zensor weiter oben wusste mir der Auftritt zu gefallen, ich kann mich auch kaum mehr an untanzbare Momente erinnern. sollte ich das noch richtig im Kopf haben, wurde "ache of the north" von Clark gespielt und danach gab es einen ruhigeren Part, wo auch diese seltsamen Visuals mit den "Gesichtern" gezeigt worden sind, welche dann von Spielereien mit Richard D. James-"Fratze" abgelöst wurden, währenddem auch die Musik sich wieder steigerte. ich weiss noch, dass Zomby's "liquid dancehall" lief, aber sonst hätte ich kein Stück betiteln können. falls Ihr (Zensor & Messias) damals das Konzert verlassen habt, als ich Euch gesehen hab, seid Ihr eventuell einfach zu früh gegangen, aber ich war halt einfach auch sehr gewillt, dieses Konzert nun toll zu finden, bin ich doch schon so lange Aphex Twin-Fan...

das nächste, woran ich mich erinnere ist, dass ich die anderen beim zum-Zelt-laufen verpasst habe. es hatte während des Aphex Twin/Hecker-Auftrittes schon recht mühsam zu regnen und winden begonnen (den ganzen Tag über war es schon regnerisch gewesen) und ich hoffte den Rest auf dem Weg einholen zu können, dabei hatten sie auf mich gewartet gehabt (wie nett! :herzlismiley: ). jedenfalls haben wir uns dann auf halber Strecke wieder getroffen und noch kurz überlegt, wieder aufs Gelände zurückzukehren, weil noch Moderat hätten auftreten sollen und diese halt DER MELT!-Act hätte sein sollen. allerdings entschieden wir uns dazu vernünftig zu bleiben und unserer Müdigkeit nachzugeben, auch wenn wir uns darüber bis ans Lebensende ärgern würden.
müssen wir nun nicht. denn genau in dem Moment, als wir uns in unsere Zelte zu verkriechen begannen fing es so richtig heftig zu stürmen an und der Regen prasste auf uns nieder, dass man Angst um die Behausung haben musste! der Sturm war so heftig, dass offenbar auch die Auftritte gecancelt worden sind, also kein Moderat und kein Trentemøller, wir wären umsonst nochmals zurück! irgendwann bin ich eingeschlafen mit dem Gedanken: "kuck - Du kannst eh nichts mehr tun! Du wirst eh im Nassen aufwachen, aber mit etwas Glück hast Du noch ein paar Stunden geschlafen, bevor es Dir Dein Zelt zerfetzt!"

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »stauwehr« (29. Juli 2009, 08:33)


stauwehr

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52

Mittwoch, 29. Juli 2009, 05:27

Samstag:

Einkaufstour, duschen etc. baden wollte bei diesem Wetter niemand mehr, ich durfte eh die ganze Zeit über nicht schwimmen gehen, da ich immer noch meine Brandverletzung von der Berlin-Reise hatte, die eigentlich nicht nass hätte werden dürfen.
sowohl Distelmeyer als auch die gleichzeitig auftretenden the Wedding Present sausen lassen. schade.

da man keinen Alkohol aufs Gelände mitnehmen konnte schon ein bisschen auf dem Weg vom Zelt zum Gelände (1.5km ungefähr) getrunken.
mit den anderen dann rein zu the Whitest Boy Alive, welche ich aber nach kürzester Zeit als zu seicht empfand. dass gleichzeitig auch Caribou aufgetreten wären hab ich vergessen (aber die währen ohnehin im Coca Cola/MELT!-Club-Zelt gewesen, wo im Prinzip ein Rauchverbot galt), mich zog es zur Mediengruppe Telekommander! wenn schon in Berlin, dann muss das so sein! und entsprechend ging es auch ab am Konzert. tolle Stimmung, viele Crowdsurfer (keine Ahnung was man mit denen gemacht hat, es nahm jedenfalls kein Ende!). neue Songs. Schlagzeuger. hat allerdings hier weit weniger gestört fand ich als Abends zuvor jener bei den Crystal Castles.

danach hab ich mich wieder mit meinem indienet Freundeskreis getroffen und wir haben zusammen Animal Collective geschaut, war sehr toll, auch wenn meine Erinnerungen von da schon recht verschwommen sind... nun ja, währenddem ich am Freitag zu jedem Drink noch ein alkoholfreies Getränk bestellt hatte, liess ich dies am Samstag bleiben, da man eh nicht wirklich betrunken wurde von diesen Drinks auf dem Gelände und was reinzuschmuggeln war die Konsequenzen nicht wert, da musste ich meinen neuen Bekanntschaften/alten Melt!-Haudegen beipflichten. irgendwann hab ich dann begonnen Caipirinhas zu trinken und irgendwann fing es dann an mit 1Liter-Drinks, wobei ich da erst Mal klarstellen musste, dass wer mit solch einem Massbecher rumläuft damit nicht automatisch signalisiert "ich suche eine Freundin und alle dürfen jetzt an meinem Getränk nuckeln" sondern dies auch einfach bedeuten kann, dass man ein ernsthaftes Alkoholproblem hat.
aber wie gesagt, Animal Collective waren toll, ich war dann irgendwann bei !!! (auch toll) und bei James Holden (da war ich mittendrin beim Big Wheel und mir kommen beinahe die Tränen wenn ich diesen Ausschnitt vom Ende seines Sets sehe, so schön war das... auch - oder vielleicht gerade deswegen, weil wenn ich genau in jenem Moment leider eine Videosequenz von meinem Föteler gelöscht habe, die ich unbedingt behalten wollte) und bei Hell, währenddem sich der Rest bei Phoenix vergnügte, die ich getrost sausen lassen konnte, weil ich diese ja dann auf dem Pully for Noise Festival sehen würde, wie ich damals noch dachte... naja egal.
Fever Ray und Muff Potter hab ich beide vergessen während meines Aufenthaltes beim Big Wheel, nicht allerdings mich rechtzeitig wieder zur Hauptbühne zu begeben um dort das beste Bloc Party-Konzert aller Zeiten zu sehen. ok, sonst bin ich nie des Lobes voll gewesen, wenn es um die live-Qualitäten dieser Band ging und vielleicht war ich diesmal auch einfach nur betrunken genug und die Umstände endlich mal gut - aber jedenfalls hab ich es dieses mal so richtig geniessen können und sowohl "Flux" als auch "one more time" waren absolut fantastisch und dass sie endlich mal "two more years" gespielt haben gibt natürlich Bonuspunkte en masse! als am Schluss Blocaholic noch bestimmte, dass nun "helicopter" gespielt werden solle ist unser kleines Fän-Grüpplein mal kurz ausgerastet, war ein unvergesslicher Moment!

wir sind dann weiter zu MSTRKRFT oder Erol Alkan & Boys Noize, was mich ebenso langweilig gedünkt hat wie nachts zuvor mal noch yuksek (ganz vergessen, die hab ich ja auch noch gesehen einen Moment lang am Freitag, aber vielleicht war das eh auch MSTRKRFT, welche sich ja selbst nicht ganz sicher waren, an welchem Tag sie nun auftreten sollten :D ) und irgendwie bin ich dann auch weg und zu Blocaholic, der sich bereits früher abgeseilt hatte und bei der Mainstage bzw. bei Digitalism war, welche just in dem Moment, als wir uns trafen (das tönt ja romantisch...) mit meinem Lieblingslied "pogo" begannen. schon wieder so ein maaaaaaagischer Moment! wir sind etwas weiter nach Vorne und alle sind ziemlich abgedreht während diesem Konzert, war unvergleichlich! toll! toll! toll!

danach fehlt mir ein bisschen die Erinnerung, war auf jeden Fall wieder beim Big Wheel als es hell (nicht der DJ!) wurde und des Morgens haben wir (also jene, die nicht bereits um neun Uhr schlafen gegangen sind, hust) bei der mittlerweile eröffneten Red Bull-Bühne am Wasser zu Jesse Rose wunderbar in den Tag hinein gefeiert.

irgendwann ging es dann Richtung Zelt, ins Bett bin ich dann aber erst um halb zehn, da ich noch lange mit einem meiner Melt-Gspändlis und unseren Zelt-Nachbarn geplaudert und getrunken und Musik gehört habe.

was für eine Nacht!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »stauwehr« (29. Juli 2009, 08:43)


stauwehr

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53

Mittwoch, 29. Juli 2009, 07:29

Sonntag/Montag:

zum Glück war es auch am Sonntag nicht wirklich heiss, so dass man im Zelt liegen bleiben konnte was nach der anstrengenden Nacht auch bitter nötig war.
duschen (1.50) war natürlich auch deshalb nötig, weil man ja zu Patrick Wolf gehen wollte (welcher übrigens schuld daran ist, dass ich diesen Sommer wieder erblondet bin, ist mir erst auf der Rückreise vom Melt! beim Spex-lesen wieder in den Sinn gekommen - ich bin zum Friseur gegangen und habe das Portraitbild in der aktuellen Ausgabe vorgelegt: "so möchte ich jetzt aussehen!", dies nur am Rande)
ausser Bloca und mir war noch niemand im Stande den langen Weg vom Zeltplatz zum Gelände auf sich zu nehmen, aber auch wir genossen den Auftritt weit hinten auf den Stufen sitzend, statt unter der sich langsam hervorwagenden Sonne im Stehen vor der Bühne. ich kannte kaum eines der gespielten Lieder und es wurde auch keines jener gespielt, die ich so sehr mag und gar nicht gefallen hat mir das "battle"-Stück. sorry, aber ich kenn da halt einfach derbere Stücke gegen Homophobie, hat mich nicht so beeindruckt und war mir zu sehr "oooh, ich bin Patrick Wolf und ich bin ja so schwul und so arty" (O-Ton unserer Zeltnachbarin....ääääh.... Speedy ;) ), dafür gab es währen dieses Konzertes die vielleicht beste Ansage vor einem Lied, die ich bis dahin gehört habe. ach.... :love:

während und nach dem Konzert hab ich noch ein bisschen mit einem Fremden geplaudert und musste ihm zustimmen, als er meinte, dass dies wohl das einzige Festival sei, wo es einfach NUR gute Musik gebe, wo man andauernd stehen bleiben müsse, weil man wieder irgendwoher etwas höre, was man sich unbedingt noch weiter anhören wolle.
der Sonntag konnte dies leider nicht mehr so halten, so begaben Bloca und ich uns nochmals in dieses CoCa Cola-Zelt, wo Team Monster spielen sollte, über welche im Melt!-Programm-Heft geschrieben stand, dass man eben Fan von ihnen sei. die Erwartungen waren entsprechend gross, ebenso die Enttäuschung. tut mir leid, aber das war wirklich übel. ein bisschen Rumgehüpfe im Adidas-Trainer und Raps à la Goldie Lookin' Chain erst und danach wurde es erst recht schüelerband-mässig... das war wirklich gar nichts. obwohl es auch hier ein Stück gab, das mir ob seiner schaurig-schönen Art (oder weshalb auch immer...) die Tränen in die Augen getrieben hat, bin wohl einfach ein bisschen arg nah am Wasser gebaut derzeit..
naja, wir haben das Zelt dann jedenfalls wieder verlassen und sind zu Glasvegas, wo es gleich weiterging mit Schülerbandmusik, war ja echt furchtbar!
also runter an den Baggersee wieder, wo nun - ebenso wie beim Big Wheel gar nichts mehr lief. what a shame! das Big Wheel-Gelände war sogar abgesperrt, hier konnte man noch ein bisschen im Sand spielen. ich glaube wir sind dann nochmals ein bisschen rumgelaufen, eventuell waren wir da nochmals eines dieser leckeren Vegi-Taschenbrote essen bei der Sleepless Zone - sowieso: noch nie hab ich auf einem Festival so dermassen lecker gegessen wie nun auf dem MELT! diese Taschenbrote waren klar Nummer 1, aber auch das Bami Goreng im Gelände drin! boah! (apropos - falls jemand irgendwo dieses Foto findet, dass jemand von blocaholic und mir gemacht hat, wie wir genüsslich diese Taschenbrote mampfen auf dem Bänkli vor dem Stand - UNBEDINGT mir zukommen lassen!).
aber eben, ganz genau weiss ich den Verlauf dieses Nachmittages nun auch nicht mehr, weiss nur noch, dass dann irgendwann der Rest der indienet/Langenthal-Gang später wieder mit uns unten am See war, es zu regnen begann, der Regen wieder aufhörte, man weiter im Sand spielte und Sun_Child beim brünzeln belästigte ts ts ts undsoweiterundsofort. achja, sehr amüsant war natürlich gin_and_milk, welcher irgendwohin deutete und freudig OASIS rief, worauf sich alle Leute umdrehten und einen Blick auf die Band zu erhaschen hofften, welche selbstverständlich gar nirgends zu sehen war haha.

womit wir beim Thema wären: ich hatte mir echt vorgenommen, mir mit den Jungs das Oasis-Konzert ansehen zu gehen, so scheisse ich die Band auch finde. ich meine, so etwas stärkt den Teamgeist und die Kameradschaft wenn man gemeinsam durch eine solch schwierige Zeit gehen muss und in der Erinnerung ist es dann auch nicht mehr so schwer, Ihr wisst schon...
also sind wir dann zur Hauptbühne hin, haben dort die herausgeputzten Herren Zensor und Messias angetroffen, kurz geplaudert und so. und dann kamen eben erst noch Kasabian. und oh mein gott. wenn alles andere, was ich weiter oben als Schülerband bezeichnet habe, keine Schülerbands waren, so musste dies hier auf jeden Fall eine Band sein, welche sich kurz nach Ende der obligatorischen Schulzeit gegründet hat, als man dann so ein paar Kollegen kennengelernt hat, welche dieselben Bands toll finden (Oasis und ...äääähm.... Oasis halt). und dann hat man diese Songs geschrieben mit diesen Texten und seither spielt man die halt einfach. hat mich wirklich sehr stark an jene Bands erinnert, welche vor ein paar Jahren bei uns im Bandraum einquartiert waren, welche auch irgendeinen Brunz gesungen haben, der so tönt wie die Grossen, ohne dass man da wüsste, um was es geht. mir ist von Kasabian dieser Text über "trippin' on LSD" in Erinnerung seither (und natürlich dieses "she's a bitch"-Lied) und ich hab immer noch dasselbe ungläubige Grinsen bzw. den mehr-und-mehr angewiderten Ausdruck in meinem Gesicht wenn ich an diese qualvollen Minuten des Festivals denke. ich hab mich irgendwann mal entschuldigt und kopfschüttelnd den Ort des Geschehens verlassen.

ach ja und vorher ist mir da wohl was etwas Durcheinander geraten, yuksek haben offenbar erst am Sonntag gespielt, aber was solls, mein Mageninhalt war nach einer Viertelstunde Kasabian auch ganz durcheinander. und so hab ich es auch aufgegeben mir noch Oasis anschauen zu gehen. ich wollte kein Spielverderber sein, aber hätte wohl ebenso schnell wieder die Flucht ergreifen müssen, wenn ich dort gewesen wäre. hoffe Ihr hattet Euren Spass. den hatte ich vorerst nämlich mal nicht mehr, weil ich mir echt gedacht habe, dass dies ja wohl nicht das Ende eines so tollen Wochenendes hätte sein sollen. und wie gesagt, nachdem ich mich am OASG darüber geärgert hatte, dass ich yuksek verpasst habe musste ich nun feststellen, dass diese nicht mehr der Rede wert sind.

was nun?

bin dann mal zum Zelt zurückgetrottet, weil es echt kalt war und ich immer noch kurze Hosen trug. dann hing da diese tolle Wolke in der Luft und ich zückte meinen Fotoapparat um ein paar letzte Impressionen festzuhalten. und just in diesem Moment bin ich angesprochen worden.
(war eh toll an diesem Festival und zuvor in Berlin - ständig neue Bekanntschaften, ein paar nette Worte, ein paar freundliche Blicke, so soll es sein!)

den ganzen Weg zurück zum Zelt hab ich dann ein interessantes Gespräch führen können, viel Neues über die Clubs in Berlin erfahren und schlussendlich einen KLUB FREUND-Sticker angeheftet gekriegt. "bis bald" und tschüss!

dann war ich im Zelt und hab mir überlegt, ob ich jetzt schlafen gehen soll, weil das WE besser nicht aufhören kann, wie ich dachte.
dann konnte ich mich trotzdem nicht zurückhalten und bin wieder zurück vors Gelände zur Sleepless Zone, welche mittlerweile in ZOO umbenannt worden war (...!)
dann war da auf einmal auch noch eine indoor-sleepless-zone.
und dann war da eben auch diese Musik! Minimal! es war fantastisch, hab's immer noch nicht rausgekriegt, wer da aufgelegt hat, aber es war einfach perfekt! ich hör mir Minimal nicht so gerne als abendfüllende Tanzmusik an, für mich ist das die Musik, die ich gerne am Ende einer durchtanzten Nacht habe, dann gibt man noch das letzte Geld im letzten Club aus und geht dann irgendwann mal glücklich und zufrieden und total geschafft heim und ins Bett. und genau so war das hier im Prinzip. ein letzter Tanz vor der Heimreise, die ich nun wirklich nicht antreten wollte.

in jener indoor-sleepless zone dann auch wieder meine neuen Bekanntschaften von kurz zuvor am Tanzen gesehen, dachte mir aber "besser jetzt nicht nochmals hingehen". dann kam ein Partyfotograf und hat genau die Person und mich zusammengerückt, Freudeschrei (OMG!) und von da an immer wieder zusammengetanzt und getrunken, immer wieder neue Leute innert Sekunden ins Herz geschlossen, so dämlich das auch tönen mag. keine dumme Anmache, bloss ein paar Blicke, als wäre man schon lange befreundet und brauche keine Worte mehr um sich zu verstehen (ja, ich weiss, pathetisch, war aber so in jenem Moment).

Coca Cola-Zelt, Passion Pit kurz gehört, zurück zur Sleepless Zone mit den anderen, legendärer redbullzältselfmadestrobo wohoho und ab ins Zelt, schlafen.

Montags um neun Uhr auf, packen, den Zuger Zeltnachbarn lebewohl sagen, Heimreise antreten, Aargauer indienetler am Bahnhof von Gräfenhainichen, unser Zug wird durch einen Ersatzzug äh ersetzt, keine freien bzw. reservierten Abteile und alle Anschlusszüge deswegen verpasst, will heissen, wir sitzen irgendwo im Zug auf dem Boden fünf Stunden lang und müssen x-mal umsteigen aber was solls. ist schon ein Weilchen her, dass ich das letzte Mal eine solch gute Zeit erlebt habe.

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54

Mittwoch, 29. Juli 2009, 08:35

Moderat, Trentemøller und Deadmau5 haben ja angeblich ihre Auftritte abgesagt, daher ist klar, dass diese in euren Berichten nicht erwähnt werden. Was mich aber trotzdem bei euren und den Feedbacks von anderen Personen etwas wundert:

Wie kommt es, dass man ein eindeutig Electro-lastiges Festival besucht, sich jedoch anscheinend niemand (mit Ausnahme von vielleicht stauwehr) die, hm, sagen wir mal "etablierten" und dementsprechend "Pitchfork-Media-fremden" Acts aus allen Bereichen der elektronischen Musik angesehen hat, wie z.B.
- Goldie
- DJ Hell
- Paul Kalkbrenner
- Tiga
- Sascha Funke
- Kasper Bjorke
- DJ Koze
- Jazzanova
- Kode 9
- Radio Slave
usw.

Keine Zeit? Keine Lust? Man kennt die Acts schlicht nicht? Zuviel BummBumm?

Hätte ich es dieses Jahr ans MELT! geschafft, ich hätte mich jedenfalls wahnsinnig über die Absagen von Moderat, Trentemøller und Deadmau5 geärgert und stattdessen (neben anderen) jeden einzelnen der oben erwähnten Acts zu erwischen versucht...
Lach ned a Pferd lacht a ned

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fubuki

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55

Mittwoch, 29. Juli 2009, 08:52

ist doch inzwischen nicht mehr nur ein elektro oder elektrolastiges festival. das publikum hat sich, nach dem wa sich gehört habe, in den letzten jahren doch ziemlich gewandelt. und ich hätte auch keinen bock auf den elektro-kram, vor alem wenn ich mir entweder andere bands ansehen kann bzw. irgendwann auch mal schlafen möchte.
I should be on trial for everything i haven't done.

stauwehr

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56

Mittwoch, 29. Juli 2009, 09:44

wenn ich mir Deine aufgezählten Acts anschaue, dann gibt es selbst bei diesen schon Überschneidungen. einiges kenne ich nicht (währenddem gleichzeitig irgendwo irgendwas lief, was ich mag) oder mag ich nicht, oder eben, Kode9 und Goldie waren an jenem Abend auf dem Sleepless Floor, wo ich da ganz bestimmt nicht mehr hingehen wollte...

es war ausserdem halt einfach ein dermassen gutes Programm, dass man - auch wenn man sich etwas NICHT ansehen konnte - trotzdem in den Genuss von supermusik gekommen ist.
und man hat auch Glückstreffer landen können, weil das Gelände ziemlich kompakt ist und man so stets mit den anderen Floors in Berührung gerät - James Holden zum Beispiel hab ich früher nicht wirklich wahrgenommen, nun aber bin ich durch sein Set auf sein ganzes Label aufmerksam gemacht worden...

ich hab schon Freunde, welche auf dem MELT! dreieinhalb Tage lang zu Techno getanzt haben, war halt aber mit anderen Leuten dort und das sind halt tatsächlich auch Leute, welche noch mehr dieselbe Musik mögen wie ich, so gerne ich verschiedene elektronische Musik auch mag.

57

Mittwoch, 29. Juli 2009, 10:17

Das es viele Überschneidungen gegeben hat, davon bin ich überzeugt. Ausserdem verstehe und unterstütze ich es natürlich, wenn man eben nicht ein ganzes Wochenende NUR zu BummBumm & Co. feiern möchte.

Andererseits finde ich es aber schade, wenn man die Möglichkeit nicht wahrnimmt, sich auch ein wenig mit der Welt der digitalen Musik (abseits der üblichen Verdächtigen) zu befassen, was einem beim MELT! ja wirklich einfach gemacht wird.

Mir ist eben aufgefallen, dass die meisten Berichterstatter hier, sowie andere, mit denen ich gesprochen habe und ebenfalls am MELT! waren, sich in den meisten Fällen gerade mal Animal Collective, Oasis, The Whitest Boy Alive, Phoenix usw. angesehen haben. Die Interpreten von "reiner" (ja klar, das ist natürlich Ansichtssache) elektronischer Musik wurden dabei weitestgehend ignoriert.

Natürlich ist dies jedem selbst überlassen. Allerdings frage ich mich, wo der Sinn liegt, wenn immer mehr Menschen dieses Festival besuchen, die "diesen ganzen Elektro-Kram" z.B. gar nicht interessiert. Das sind kein Vorwürfe an irgendjemanden spezifisch, sondern einfach ein paar Gedankengänge...
Lach ned a Pferd lacht a ned

stauwehr

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58

Mittwoch, 29. Juli 2009, 10:27

haha 0:25, da sieht man meine Hand am rechten Rand...

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oder hier, voll in Trance ey :D

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hier bin ich auch, vielleicht sollte ich das mit dem Tanzen besser mal sein lassen...

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »stauwehr« (29. Juli 2009, 10:40)